Butch und Baumann

Video-Musik-Performance-Aktions-Trio zusammen mit Barbara Naegelin & Tina Z’Rotz, 2001–2010

Die Arbeitsweise von Butch&Baumann ist Wille und Wunsch. Der Wunsch, alles zu können und der Wille, alles zu tun. Jede der drei ist Autorin und bringt Wünsche. Gemeinsam werden diese dann realisiert.
Der gängigen Vorstellung von Perfektionismus in Bezug auf Technik und Können schlagen Butch&Baumann einen Kinnhaken. Es geht nicht um ein „anything goes» sondern um ein „everything goes».

Die Performances werden immer thematisch auf einen gegebenen Anlass hin erarbeitet. Das Auftreten lehnt an eine gewisse Coolness von Popbands an, da die Musik immer auch zentrales Element darstellt. Das Prekäre der Aktionen, wie auch der gesanglichen Fähigkeiten jedoch werden eingebaut und mit Stolz präsentiert.

Butch&Baumann rufen aus: „Wir machen nichts neues, aber wir machen es!»
Jegliches Zitieren und Verwenden bestehender oder herkömmlicher Stile und Methoden aber wird gefiltert, neuinterpretiert und charmant korrigiert.

"Nette Homos" im Kaskadenkondensator Basel, 2002

Museumsnacht im Laurenz-Gebäude, 2002

"Go for Gold" Videoinstallation, drei Monitore mit je einem strumpfmaskierten Kopf und eine Grossprojektion des Schiessposings (shootings) in Zeitlupe.

"Boys" in der shedhalle, Zürich

"Yours sincerely" Ausstellungseröffnung "Monts et Merveilles" von Mathis/Zwick/Madörin im Kunstmuseum Olten, 2002

Die Musikalität der Dinosaurier, 2003 an der Museumsnacht Basel

Ein Vortragsmusical von Butch&Baumann Die drei Professorinnen Iris Beatrice Baumann, Barbara Naegelin und Tina z’Rotz liefern die neuesten Erkenntnisse über das noch sehr unerforschte Gebiet der musikalischen Aktivitäten des Urgetiers. Anhand zahlreicher akkustischer Beispiele bieten sie dem Publikum einen einzigartigen Einblick in das Reich der Dinosauriergesänge. Das Spektrum musikalischer Ausdrucksfähigkeit der Dinosaurier reicht von sanften Brunstjauchzern bis zu explosiven Kampfgesängen. Heitere Momente treffen auf die grundlegenden Fragen allen Ursprungs. Die Performancegruppe B&B nutzt die Aura der altehrwürdigen Vortragshalle für einen ironischen Kommentar zum Wissenschaftsbetrieb und der Tatsache, dass wissenschaftliche Erkenntnis auch auf Spekulation beruht.

Fame, Berner Weihnachtsausstellung im "Progr" in Bern 2004

Das Gerangel um Aufmerksamkeit in einer grossen Gruppenausstellung wie es die alljährlichen Präsentationen der Schweizer Städte betreiben bildete die Ausgangslage für unsere Performance. Ein solcher Grossanlass der jeweiligen Kunstszene ist immer auch Schauplatz von Neid, Missgunst und gleichzeitiger Bedeutungslosigkeit. Den einzelnen Künstler/innen steht nur wenig Platz zur Verfügung - in den Räumen, wie auch in den Köpfen der Betrachter/innen. Doch wer nicht dabei ist, ist noch unglücklicher. Wir singen Covers wie "Burn burn Bern (in a ring of fire)", "Fame", "Que sera sera", "(I am a) Creep", schwingen die Peitsche, lassen Bomben explodieren, erklären das Prinzip von Vitamin B mit einer Publikumsbestechung und massakrieren einen Kuchen mit berühmten Künstlerinnen-Namen.

migma-Performance-Tage, Kriens 2006 / "Portes Ouvertes" Basel 2006 im Sudhaus,

Wir sind blind und beschreiten den Raum mit offenen Armen und Herzen, schmücken einen kahlen Baum mit Rosen und schwingen Glühbirnen bis sie singen. Wir singen blutig und arhythmisch von Liebe und die eine panzert sich mit Bratwürsten. Das Ende ist brutal: der Baum wird vom Schredder gefressen. Doch wir überleben weiter.

Jubiläum Kunstbetrieb, Münschenstein, 2007

"Yours sincerely"an Ich ist eine Band, Kunstraum Klingental 2010